PORZELLANWERKSTATT
MARTINA SIGMUND-SERVETTI



Porzellan _italien. porcellana,
urspr. Name einer Meeresschnecke mit weißglänzender,
porzellanartiger Schale _ das , die feinste Tonware.
Porzellan besteht aus
40-65% Kaolin (Porzellanerde)
15-35% Feldspat
12-30% Quarz

Porzellan ist sowohl ein sehr sensibles, als auch ein sehr charaktervolles und eigenwilliges Material, das eine besondere Sorgfalt und Aufmerksamkeit beim Entstehungsprozess erfordert und einfordert.
Die charakteristischen Gegensätze wie Dichte, Härte, Leichtigkeit und Transparenz, die das Material in sich birgt, faszinieren mich und sind eine Herausforderung für meine Arbeit. Diese Qualitäten des Materials aufzunehmen, mit ihnen zu arbeiten, sie zum Vorschein zu bringen ist mir ein Anliegen. Die auf der Drehscheibe hergestellten Gefäße sollen dem Betrachter diese ureigenste Charakteristik des Materials vermitteln.

So entstehen Keramiken die durch ihre klare Form sowohl für sich alleine stehen können, als auch ihre Funktion unterstreichen.
In der Oberflächengestaltung nehme ich gerne das Thema der Polaritäten wieder auf, glatt – strukturiert, glasiert – naturbelassen. Die unterschiedlichen Oberflächen werden so begreifend zum haptischen Erlebnis.
Der besondere Reiz meiner Porzellanarbeiten lebt von dem Kontrast zwischen der Kühle des Materials und der organisch inspirierten Formgebung.